Ausstellung im Klosterneuburg, Wien, Österreich




Abtprimas Propst Bernhard H. Backosky, der Konvent der Augustiner Chorherren und die Mitglieder der Jury laden zur
feierlichen Überreichung


St. Leopold Friedenspreises 2011
für humanitäres Engagement in der Kunst ein.


Donnerstag, 3. November 2011 um 19 Uhr zum Festakt

 

 

Ausstellung "moneta" im Frauenmuseum

50 internationale Künstlerinnen stellen aus

mit einer Lichtinstalation zum Thema ; Mikrokredite von Judith Breuer

Ausstellungseröffnung: 5. Dezember 2010 um 12 Uhr

Frauenmuseum
Im Krausfeld 10
53111 Bonn


Einzelausstellung im Kurfürstlichen Gärtnerhaus, Bonn

7. März - 26. März 2009

Vernissage: 7. März 2009 um 17 Uhr

Eröffnungsrede:

Judith Breuer „Rosa & Bunt & Schwarz“
Meine Damen und Herren, liebe Freunde, für die Einladung zur heutigen Ausstellungseröffnung von Judith Breuer möchte ich mich herzlich bedanken. Ich freue mich darüber ganz besonders, da ich die Arbeiten von Judith Breuer sehr schätze.
Die Ausstellung der Malerin Judith Breuer „Rosa & Bunt & Schwarz“ zeigt kleinere und mittlere Formate, die sie seit zwei Jahren malt.
In den aktuellen Bildern hat die Künstlerin wie bereits in ihrer letzten Ausstellung neue Erinnerungen und Emotionen des Themas Porträt geschaffen. Judith Breuer interessiert sich für Menschen. In ihren Porträts reflektiert sie die Kraft, die die Menschen ausstrahlen.
Die Bilder für diese Ausstellung entstanden in Form von Reihen, sie arbeitet gleichzeitig an mehreren von ihnen und verweist damit auf die Bruchstückhaftigkeit der Erinnerung.
Die Bilderreihe >>La famille<< stellt Alltagszenen aus dem Senegal dar, die Gesichter der Menschen vermitteln Stimmungen, zeigen uns wie sie kommunizieren. Sie taucht in diese Landschaften mit deren Lebendigkeit und Lebensfarben ein, die sie in malerische Farben umwandelt. Bei diesen Szenen spielt auch die Kleidung durch ihre Farbigkeit und Liebe zum Detail eine Hauptrolle.
Bei der Reihe Rosa und Schwarz variieren die Komposition und deren Motive kaum. Trotzdem besitzt jedes Bild eine bestimmte Atmosphäre und spricht dadurch unsere Wahrnehmung auf unterschiedlichen Ebenen an. Bei diesen Akt-Porträts führt die Reduktion der Form bis hin zur Abstraktion. Dabei wird der Kontrast durch den weißen oder schwarzen Hintergrund betont.
Sie entwickelt einen dünnen, beinahe messerscharfen Strich, der den Körper mit einer harten, konturscharfen Linie umreißt. Die weichen Körperrundungen werden ins Eckige übersetzt, wodurch ihre Gestalten etwas Ausgezehrtes bekommen. Meist sind die Figuren in reinen Umrisslinien geführt, nur selten ist die innere Form gestaltet, sie wirken als ob sie im Raum hängen ohne einen festen Halt. Die Gesichter besitzen häufig Portraitähnlichkeit.
Wenn das Modell die Haltung ändert, werden die neuen Linien mit gleicher unfehlbarer Sicherheit neben der alten gesetzt, sie zeichnet stellenweise Linien nicht zu Ende. Die Künstlerin lässt eine Leerstelle, so dass eine Art „Lücke“ entsteht, bei der der Betrachter den Strich im Geiste hinzufügen muss. Sie lebt die Kolorierung der Zeichnungen aus, ohne jedoch die Farbe in Konkurrenz mit der Linie treten zu lassen.
Judith Breuer bearbeitet ihre Bilder auf Holz oder Leinwand.
Sie klebt in Leinöl getränktes handgeschöpftes Papier auf, was sie mit den unterschiedlichsten Materialien wie Tempera, Kreiden, Ölfarbe bemalt. Die Bilder werden in vielen Schichten bearbeitet. Ihre individuelle Art zu malen macht die Figuren zu Unikaten. Die Körper, die von der Spannung zwischen Abstraktion und Figuration leben, finden auf ihre sehr persönliche Weise, durch die Reduktion der Formen und Farbe, ein höheres Ausdruckspotential. Bei ihren Bildern ist die spannenste Entdeckung die Menschen.
Wir dürfen uns schon auf die neuen Arbeiten von Judith Breuer freuen und ich wünsche Ihnen allen viele Entdeckungen und viel Vergnügen beim Betrachten der Ausstellung.

Marina Gallastegui



53. Ausstellung der Fédération Internationale Culturelle Féminine
im Kulturzentrum Forsthaus, Schloßberg 1, Treuchtlingen

4. Mai - 25. Mai 2008

52 Künstlerinnen aus 11 Ländern zeigen Malerei, Skulptur und Tapisserie

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlements

Vernissage
Sonntag, 4. Mai 2008, 18 Uhr

Jazzkonzert Dieter Köhnlein Trio
Sonntag, 4. Mai 2008, 20 Uhr

Finissage
Sonntag, 25 Mai 2008, 15 bis 17 Uhr


52. Ausstellung: 2008 Deutschland

Fédération Internationale Culturelle Féminine (FICF)

Unter Schirmherrschaft des Präsidenten des Europäischen Parlements in der
"Alten Honigfabrik" Klosterstr. 21, D-49477 Ibbenbüren

8. März - 20. April 2008


WIRKEN - LASSEN

Einzelausstellung, Viktoria b Produzenten Galerie

Eröffnung: So, 12. August 2007 um 14.00 Uhr
Einführung: Marina Gallastegui, Kunsthistorikerin

Adresse: Viktoria b, Hochstadenring 49 a, 53119 Bonn
Ausstellungsdauer: 12. August bis 2. September 2007
Öffnungszeiten: Sa und So 14-17 Uhr
oder nach Vereinbarung:
Tel. 0228-646244



ERÖFFNUNGSREDE
Marina Gallastegui, Kunsthistorikerin
"Wirken lassen"

*Liebe Gäste, liebe Freunde, es ist für mich eine große Freude heute in der Galerie Viktoria B die Arbeiten von Judith Breuer vorzustellen.
Bei Judith Breuer dreht sich alles um Malerei. Ihre Bilder, voll von Farben und Vorstellungskraft sind geprägt von einer enormen Energie und Dynamik bei der sie niemals aufgibt.

Judith Breuer interessiert sich für Menschen. In den letzten Jahren malt sie Gesichter aus dem Senegal. Sie entdeckt in ihnen Landschaften, mal herb oder zart, trocken oder luftig, jung, alt, nachdenklich, stolz. In ihren Bildern reflektiert sie die Kraft, die die Menschen ausstrahlen.
Der Senegal voller Kontraste und Widersprüche, so traditionell wie modern, so voller Höhen und Tiefen. Die Menschen hier bewegen sich mit Kraft, Anmut und Ausdauer mit einer Energie, die ganz von Herzen kommt, in einem vom Klima und Tradition diktierten Tempo.Im Senegal hat die Zeit eine andere Bedeutung, es gibt Prioritäten, die Familie ist der bestimmende Faktor im Leben der Menschen

Was uns als erstes auffällt ist der besondere Umgang mit der Farbe. Auf ihren Gemälden findet man die Präzision, mit der sie aus einem Farbfleck die Konturen eines Gesichtes oder eines Körpers herausarbeitet, die innere Bewegung, mit der sie die Farbe einsetzt, die Disziplin, mit der sie jede überflüssige Geste vermeidet.
Die emotionale Wirkung der Farben sowie die reduzierte Ausdrucksform treffen sich mit einem Interesse an der Betonung der Oberfläche. Es ist so, dass reduzierte Farben auf die Gefühle um so stärker wirken können, je klarer sie sind. Die Malerin aber ist fähig, sie zum Tönen zu bringen, so wie sie es braucht.

Sie bentutzt gegeneinander gesetzte Farben wie intensives Blaugrün und Rosa auf orangenem Hintergrund. Diese vielfältigen Effekte sind bei der Bilderreihe >>La Famille<< zu sehen, hier bekommt jedes Bild, jedes einzelne Gesicht einen anderen Ausdruck und Betonung dank der verschiedenen Farben.

>>La Famille<< stellt Alltagszenen aus dem Senegal dar, der Alltag hat mit Begegnung zu tun. Ihre Gesichter vermitteln Stimmungen und zeigen Persönlichkeit. Auf der Entdeckungsreise Malerei begegnet sie ihrer senegalesischen Verwandtschaft, sie taucht ein in diese Landschaften mit deren Lebendigkeit und Lebensfarben, die sie in malerische Farben umwandelt. Bei diesen Szenen spielt auch die Kleidung durch ihre Farbigkeit und Liebe zum Detail eine Hauptrolle.


Bei der Serie >>Jumeaux<< variieren die Komposition und deren Motive kaum. Trotzdem besitzt jedes Bild eine andere Atmosphäre und vermittelt ein anderes Gefühl. Sie zeigen uns zwei sich ergänzende Seelen. Bei den Porträts “Jumeaux”.(Zwillinge) führt die Reduktion der Form bis hin zur Abstraktion zur Betonung des Ausdrucks der Gesichtzüge. Menschliche Gesichter sind wie Landschaften, sie erzählen aus ihre Vergangenheit, man spürt Verwandtschaften und seelische „Qualitäten“. Dabei wird der Kontrast durch den weißen Hintergrund betont. Die Künstlerin holt die Tiefen des Unterbewussten und der ganz besonderen Seelenzustände der von ihr bemalten Gestalten an die Oberfläche.
Die spannernste Entdeckung sind die Menschen, wie sie sich in ihrer Landschaft integrieren.


Ihre Maltechnik ist folgende: Ihre Bilder bearbeitet sie auf Holz oder Leinwand. Sie klebt in Leinöl getränktes handgeschöpftes Papier auf, was sie mit den unterschiedlichsten Material wie Tempera, Kreiden, Ölfarbe bemalt, ihre Bilder werden in vielen Schichten bearbeitet. Es handelt sich um Übermalungen. Übermalungen sind so alt wie die Malerei selbst. Früher hatten Übermalungen praktische Gründe, zum Beispiel um mit teurem Material sparsam umzugehen. Erst die Moderne Kunst hat die Übermalungen als ästhetischen Reiz erfunden und die Motive in mehreren, übereinander liegenden Schichten gestaltet. Sie verarbeitet viele Schichten Papier, bis sich Qualität und Ausdruck vereinen. Aus dieser Übermalung entsteht eine Spannung: eine Begegnung zwischen Erlebnis und Malerei.

Ich möchte noch etwas zum Titel der Ausstellung >>Wirken lassen<< sagen:
Wenn wir ein Kunstwerk anschauen, wird jeder etwas anderes sehen und auch ein anderes Erlebnis haben. Bei der Ausstellung >>Wirken-lassen<< geht es darum, dass jeder einzelne ganz individuelle Erfahrungen macht.
Kann man sich den Bildern annähern und sie so wahrnehmen wie sie sind? Oder geht man durch die Ausstellung und lässt die Bilder einfach auf sich wirken? Oder lässt man die Menschen und die Bilder ohne Interpretation und Deutung wirken?.
Die Menschen, die Judith Breuer mit dem präzisen Instrument der Malerei zeigt, sind nicht auf politische, religiöse, soziale und kulturelle Zuordnung festgelegt. Bei den Bildern geht es um das Wesentliche, um menschliche Beziehungen. Ihre individuelle Art zu malen macht die Figuren zu Unikaten. Die Körper, die von der Spannung zwischen Abstraktion und Figuration leben, finden jedoch auf ihre sehr persönliche Weise durch den Ausdruck der Bewegung eine sichtbare Grazie.

Judith Breuers ist eine Malerin und ihre Malerei ist für sie selber eine Tatsache , die nicht anders formuliert werden kann. Es gibt einige – sehr wenige – Kunstwerke, denen begegnet man und danach sieht man alle Kunst mit anderen Augen.
Judith Breuer Werk hat diese Kraft, gerade weil ihre Gemälde uns so offen, so scheinbar direkt und klar Kinder, Frauen und Männer zeigen.